Auswirkungen auf die Gesundheit
Dysphagien können eine Beeinträchtigung des Ernährungszustandes, beispielsweise in Form einer Mangelernährung, nach sich ziehen. Hierbei handelt es sich um einen Zustand, der aus einer unzureichenden Zufuhr oder Aufnahme von Energie und Nährstoffen über die Nahrung entsteht, zu einer veränderten Körperzusammensetzung führt und mit messbaren Veränderungen körperlicher und mentaler Funktionen verbunden ist.
Ursachen für Schluckstörungen
Schluck- und Kaubeschwerden gehen mit einer Vielzahl verschiedener Krankheiten einher: Neurologisch bedingte Schluckstörungen infolge von Schlaganfällen, Schädel Hirn-Traumen oder Parkinson Schluckstörungen als Folge einer Operation nach operativen Eingriffen zur Beseitigung von Tumoren im Mund-, Hals- und Kopfbereich oder der Behebung einer Lippen-Kiefer-Gaumen-Spaltung Altersbedingte Schluckstörungen Demenz, Antriebsstörung und schlecht sitzende Prothesen, Kindliche Schluckstörungen infolge atypischer anatomischer Ausprägungen, einer Lippen-Kiefer-Gaumen-Spaltung oder neurologischer Erkrankungen Psychologische Schluckstörungen Essstörungen
Was bedeutet IDDSI?
IDDSI (ein aus dem Englischen stammendes Akronym für „International Dysphagia Diet Standardisation Initiative“, zu Deutsch: „Internationale Initiative zur Dysphagie- Ernährungsstandardisierung“) ist ein von internationalen Experten auf den Gebieten der Medizin, Ernährungswissenschaft und Logopädie etablierter Standard, der 2013 mit dem Ziel ins Leben gerufen wurde, eine einheitliche und leicht verständliche Terminologie für die Klassifikation dysphagischer Speisen und Flüssigkeiten zu etablieren. Die seitens der IDDSI erhobenen Maßgaben besitzen internationale Gültigkeit und wurden leitlinienkonform erstellt, weswegen sie auf Schluckstörungen in sämtlichen Altersgruppen und Pflegestufen angewandt werden können. Ziel ist ein erhöhtes Maß an Sicherheit im Umgang mit Dysphagiepatienten, indem Missverständnissen bezüglich der einzelnen Dickungsgrade konsequent vorgebeugt wird. Per IDDSI klassifizierte Getränke, Flüssigkeiten und Speisen untergliedern sich in insgesamt 8 Stufen, welche jeweils mit individuellen Farbcodes und Ziffern gekennzeichnet werden. Die Definitionen der einzelnen Stufen basieren auf seitens des IDDSI-Komitees festgesetzten Vorgaben und Regelungen. Weitere Infos unter: www.iddsi.org
Cholesterinarm
Für cholesterinarme Kost achten wir hinsichtlich der Rezeptanlage auf die Zugabe einer moderaten Fettmenge sowie eine angemessene Zusammensetzung von Fettsäuren. Darüber hinaus selektieren wir für diese Kategorie vorzugsweise ballaststoffreiche Lebensmittel.
Natriumreduziert
Als natriumreduziert bezeichnen wir sämtliche Speisen, deren Salzgehalt laut Rezeptanlage bei < 1 g/100 g liegt. Bei der Auswahl dieser Artikel haben wir auf stark verarbeitete Lebensmittel verzichtet.
Geeignet für Diabetes Mellitus
Was die Auswahl von Artikeln für Diabetes-mellitus-Patienten anbelangt, legen wir vermehrten Wert auf ballaststoffreiche Kost mit komplexen Kohlenhydraten. Darüber hinaus achten wir hinsichtlich der Rezeptanlage auf die Zugabe einer moderaten Fettmenge sowie ein angemessene Zusammensetzung von Fettsäuren. Die Auswahl der Lebensmittel kann jederzeit gemäß individueller Risikofaktoren sowie persönlicher Vorlieben angepasst werden. Angaben bezüglich der Broteinheiten (BE) können individuell erfragt werden. Als Basis für unsere Empfehlungen dient der Leitfaden „Ernährungstherapie in Klinik und Praxis“.
Gastroenterologischer Kostaufbau II
Für die Zusammenstellung von Gerichten der gastroenterologischen Kostaufbaustufe II verzichten wir hinsichtlich der Rezepturanlage auf blähendes Gemüse, reizende Gewürze sowie Röststoffe. Darüber hinaus achten wir während der Auswahl geeigneter Speisen darauf, lediglich extrem fett- sowie stark proteinreduzierte Kost aufzunehmen, welche überdies ballaststoffarm, weich und leicht verdaulich ist.
Gastroenterologischer Kostaufbau III
Für die Zusammenstellung von Gerichten der gastroenterologischen Kostaufbaustufe III verzichten wir hinsichtlich der Rezepturanlage auf blähendes Gemüse, reizende Gewürze sowie Röststoffe. Darüber hinaus achten wir während der Auswahl geeigneter Speisen darauf, lediglich fettarme und magere Proteinträger aufzunehmen, welche überdies ballaststoffarm, weich und leicht verdaulich sind.